Nachhaltigkeit. Ein großes Wort. Auch wir benutzen es – aber je länger wir damit arbeiten, desto kleiner wird es.
Man kann nachhaltige Turnschuhe kaufen, nachhaltige Fonds zeichnen, nachhaltig fliegen, nachhaltig feiern – und natürlich: nachhaltigen Kaffee trinken. Aber wenn man genauer nachfragt, bleibt vom großen Versprechen oft nicht viel übrig.
Kaffee wächst in den Tropen, wir trinken ihn in Europa. Er reist tausende Kilometer, braucht Energie, Wasser, Verpackung – und endet oft im Pappbecher mit Plastikdeckel.
Das ist nicht nachhaltig. Das ist Realität.
Wo Verantwortung beginnt
Das System können wir alleine nicht so einfach ändern. Aber wir können hinschauen, Fragen stellen – und entscheiden, was wir mit unserem Tun bewirken.
Im Anbau: Was passiert mit Abwasser, Fruchtfleisch, Schalen? Weiterverwendung klingt gut – aber in welchen Mengen? Und mit welchen Folgen?
Im Einkauf: Woher kommt der Kaffee? Von wem – und zu welchem Preis?
In der Produktion: Wie viel Energie braucht das Rösten? Wie gehen wir mit Abwärme und Reststoffen um?
Bei Verpackung und Versand: Wie viel Verpackung ist wirklich nötig? Und ist „recycelbar“ mehr als ein Versprechen auf der Tüte?
Diese Fragen sind kein Katalog, sondern ein Kompass. Er zeigt keine perfekte Richtung, aber eine Haltung: Wo kann ich mit Änderungen beginnen.
Was wir konkret tun
Wir arbeiten mit Rohkaffee Agent Thomas Stehl (CTS Coffee Trading), der viele Produzenten persönlich kennt, sie regelmäßig besucht und ihren Kontext versteht.
Wir rösten sortenrein. Nicht weil es sich besser verkauft, sondern weil wir glauben damit die Qualität der Rohware zur Geltung zu bringen und wertzuschätzen.
Die Abwärme unseres Rösters heizt unsere Räume. Strom kommt von Solarpanels und Naturstrom. Lokal liefern wir mit E-Auto und Lastenrad.
Unsere Verpackungen sind recycelbar oder wiederverwendbar – von der kleinen Tüte bis zum 9,9-Kilo-Pfandeimer. Wer größere Gebinde kauft, spart nicht nur Wege, sondern auch Abfall.
Das ist noch kein perfektes System. Aber es ist unseres.